Kobinet-News

Selbsthilfe gegen neue S-Bahn Wagen

Die Mitgliederversammlung des Berliner Behindertenverbandes hat sich am 24. Juni 2017 einstimmig gegen die geplante Bestellung der neuen S-Bahn-Fahrzeuge ausgesprochen. Kritikpunkte - sowohl des Berliner Behindertenverbandes, wie auch anderer Behindertenverbände, an der neuen Fahrzeugflotte, werden nach Ansicht des Verbandes nicht im ausreichenden Maße berücksichtigt. Zudem, so betonen die Mitglieder dieses Verbandes, erweckt die S-Bahn Berlin GmbH fälschlicherweise den Eindruck, die neue Fahrzeugflotte würde im Einklang und in Absprache mit den Behindertenverbänden bestellt. Dies ist nicht der Fall, unterstreicht der Vorstand.

Wir kämpfen für selbstbestimmtes Radeln

Als Inklusionsautorin ist Jennifer Sonntag regelmäßig auf der Suche nach Unterstützern, die sich mit ihr für die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen engagieren. Frustrierend findet sie es, wenn gerade diese Mitstreiter in ihrer täglichen Inklusionsarbeit immer wieder vor unüberwindlichen Kostenträger-Hürden stehen, schreibt Jennifer Sonntag in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten. Jennifer Sonntag mit Fahrrad

Gelungener Auftakt der Rollstuhl Rugby EM

Gestern begann die Rollstuhl Rugby Europameisterschaft in Koblenz. Darauf weist der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch die kobinet-nachrichten und hat der Redaktion folgenden Kurzbericht geschickt. Bild von der Rollstuhl Rugby EM in Koblenz

UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen: Wahlen für alle

In diesen Tagen reiben sich viele behinderte Menschen angesichts der Diskussion um die Ehe für alle die Augen. So positiv das plötzliche Engagement zum Ende der Legislaturperiode ist, so verwunderlich ist es, warum es keine Abschaffung zum Wahlrechtsausschluss behinderter Menschen gibt und hier der Fraktionszwang nicht aufgegeben wurde. Für Stana Schenck und ihren 17jährigen Sohn Oskar aus Berlin macht dies einen großen Unterschied. Der Junge mit Down Syndrom konnte bei der Kommunalwahl 2016 in Berlin sein Wahlrecht als Minderjähriger ausüben. Nun darf er voraussichtlich mit 18 Jahren nicht bei der Bundestagswahl 2017 teilnehmen. Oskar S. bei der Stimmabgabe 2016 in Berlin

Armutskongress zur Bundestagswahl

Eine gerechte Steuerpolitik, gute Arbeit statt prekäre Beschäftigung und Sozialleistungen, die zum Leben reichen - das fordern die Veranstalter des zweiten Armutskongresses in ihrem heute vorgestellten gemeinsamen Aufruf. Der Paritätische Gesamtverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Nationale Armutskonferenz wollen damit anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl zeigen, auf welche Politik es ankommt, um Armut wirkungsvoll einzudämmen. Unterstützt wird der Aufruf von 13 weiteren Sozial-, Wohlfahrts- und Fachverbänden sowie gewerkschaftlichen Organisationen. Armut und Armutsgefährdung seien in Deutschland längst keine Randerscheinung mehr, sondern ein massenhaftes Phänomen mitten in der Gesellschaft, das auf mehreren Ebenen bekämpft werden müsse. Aufruf zur Bundestagswahl vorgestellt

Gegen Windmühlen kämpfen

In einer Verlagsbeilage "Leben mit Behinderung" der Berliner Zeitung kritisiert heute Laura Gehlhaar die Ausgrenzung. Die Bloggerin, Aktivistin und Publizistin gelangt oft an einen Punkt, "an dem man das Gefühl hat, gegen Windmühlen zu kämpfen", sagte sie im Interview mit Stefanie Paul. Laura Gehlhaar an ihrem Schreibtisch in Berlin

Gewissensfrage

Bei der Diskussion um die Ehe für alle haben die einzelnen Parteien im Zuge ihrer Parteiprogramme und des mittlerweile auf Touren kommenden Bundestagswahlkampfes die Diskussion angefeuert und sich positioniert. Auf diesen Wind aus allen Richtungen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nun die Tür geöffnet und das Thema zur Gewissensfrage erklärt. Dies könnte bedeuten, dass das Abstimmungsverhalten von den Fraktionen freigegeben werden könnte. Was sich hier abzeichnet, scheint beim Wahlrechtsausschluss behinderter Menschen nicht möglich zu sein, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar bemängelt. Ottmar Miles-Paul

Eine Schule für Alle: Inklusion schaffen wir

Vom 8. - 10. September lädt der Verein mittendrin zum Inklusions-Kongress an die Universität zu Köln ein. Das Programm geht mit einer Fülle von Veranstaltungen auf die aktuellen Herausforderungen inklusiver Schule ein und liefert Handwerkszeug, Inspiration, Austausch, wie es in der Ankündigung heißt. Webbanner vom mittendrin-Kongress 2017 in Köln

Beilage zur Behindertenpolitik der Jungen Welt

Morgen, am 28.6., wird die diesjährige Behindertenpolitik-Beilage in der "jungen Welt" erscheinen. Darauf hat Michael Zander aufmerksam gemacht. Grafik zeigt Logo der linken Tageszeitung junge Welt

Diskussion mit BundestagskandidatInnen in Stuttgart

Wenn am 24. September die Bundestagswahl stattfindet, sind auch viele Menschen mit Behinderung in Stuttgart aufgerufen, ihr Kreuz zu machen. Daher veranstaltet das Stuttgarter Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) am Montag, den 03.07.2017 um 19:30 Uhr, in den barrierefreien Räumen des ZsL in der Reinsburgstr. 56 in Stuttgart-West, eine im Stil der Fernsehsendung "Hart aber fair" angelehnte Diskussion mit dem Kabarettisten Rainer Schmidt. Die zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis Stuttgart 1 und 2 sollen Stellung beziehen zu verschiedenen Themengebieten, die für Menschen mit Behinderung wichtig sind. Wahl 2017

Soziales Engagement im Internet

Der Smart Hero Award 2017 wurde heute in Berlin vergeben. Bereits zum vierten Mal war der Preis von der Stiftung Digitale Chancen und Facebook ausgelobt worden. Die fünf prämierten Projekte begeisterten die Jury und das Publikum ebenso wie die Schirmherrin des Wettbewerbs, Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Die Ministerin gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern. Sie zeigten, "dass Digitalisierung und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Sie nutzen die Potentiale, die die sozialen Plattformen bieten, um auf sehr kreative Weise das Miteinander zu stärken und sind damit Vorbild und wichtige Stütze in unserer Gesellschaft.“ Brigitte Zypries

Beratung für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

Seit April dieses Jahres gibt es in Dortmund das Projekt „ Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund“. Das durch die Aktion Mensch geförderte Projekt möchte durch kultursensible Beratung und Aufklärung Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung und ihre Angehörigen über ihre Rechte informieren und Hilfesysteme aufzeigen. Neben Beratungen werden im Rahmen des Projektes vielfältige Gruppenangebote initiiert, um den Austausch und Begegnungen von Betroffenen, Angehörigen und Familien zu fördern und zu unterstützen. Emoji Inklusion

Freiwilligenagenturen für inklusive Ideen ausgezeichnet

"Anstiften zur Teilhabe!" Unter diesem Motto wurden am 23. Juni drei Ideen von Freiwilligenagenturen mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet, die sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stark machen. Bild von der Preisverleihung

Zahlreiche Besucher bei Kunstausstellung

Dass eine Sehbehinderung kein Hinderungsgrund für kreatives Schaffen ist, davon konnten sich die Besucher einer Ausstellung der Werkstatt-Galerie 37 der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte am vergangenen Wochenende überzeugen. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunst privat! öffnete die Frankfurter Stiftung ihre Pforten und präsentierte beeindruckende Werke blinder und sehbehinderter Künstler. Besonderes Highlight: Die Besucher durften die Exponate mit ihren Händen ertasten und auf Wunsch auch eine Augenbinde dabei tragen, was viele Interessierte mit großer Begeisterung taten. Besucher nutzen die Möglichkeit, die Exponate während der Führung zu ertasten

Was die Parteien zur Inklusion versprechen

Am 24. September 2017 wird in Deutschland der nächste Deutsche Bundestag gewählt. Drei Monate vor diesem Termin hat die Zeit der "Wahlversprechen" längst begonnen. Aber was versprechen uns die Parteien eigentlich ? Was versprechen sie zu tun, wenn sie denn in Regierungsverantwortung gewählt sind ? Kobinet-Redakteur Jens Wegener hat sich einmal durch die 490 Seiten bisher vorliegender Wahlprogramme gelesen und aufgeschrieben, was er unter dem Stichwort "Inklusion" in diesen Programmen gefunden hat. Wahl 2017

Wahlrechtsausschlüsse in der Slowakei verfassungswidrig

Am 22. Juni besuchte die slowakische Kommissarin für Menschen mit Behinderung, Zuzana Stavrovska, ihre deutsche Amtskollegin Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, in Berlin. Sie tauschten sich zur inklusiven Bildung, zum barrierefreien Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und zum Betreuungsrecht aus. Die slowakische Kommissarin stellte dabei Verena Bentele das Urteil des Slowakischen Verfassungsgerichts vom 22. März 2017 vor, in dem das slowakische Wahlgesetz mit seinen Wahlrechtsausschlüssen von Menschen mit Behinderungen für verfassungswidrig erklärt wurde. Bild vom Treffen der Beauftragten

Ressourcen für Beteiligung auf Augenhöhe fehlen

Die Partizipation von Menschen mit Behinderungen an politischen Entscheidungsprozessen war Schwerpunkt der 25. Verbändekonsultation des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin. Die dort angesiedelte Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die vertretenen Verbände mahnten dabei an, dass die Ressourcen für eine Beteiligung auf Augenhöhe meist fehlen. Symbol Paragraf

Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes erörtert

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde im Dezember letzten Jahres mit den Stimmen der Regierungskoalition im Bundestag beschlossen. Auch im Bundesrat fand das Gesetz mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD und den Grünen seine Mehrheit. Die daraus resultierenden Auswirkungen, insbesondere für AssistenznehmerInnen, wurden am 22. und 23. Juni bei der Bildungs- und Informationsveranstaltung des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (INITSA) mit hochkarätigen ReferentInnen in Berlin erörtert. Bild von der NITSA-Tagung in Berlin

Neue S-Bahnzüge - Online-Petition

Arnd Hellinger hat sich heute an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin gewandt, weil nach den Befürchtungen behinderter Menschen neue Züge der Berliner S-Bahn weniger barrierefrei sein könnten. Derzeit werden von der S-Bahn Berlin GmbH und der Fahrzeugindustrie (Konsortium Stadler/Siemens) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg neue S-Bahnzüge (Baureihe 483/484) entwickelt. "Leider hat sich anhand der bisher präsentierten Entwürfe sowie eines 1:1-Modells gezeigt, dass bei der Fahrzeugkonzeption - entgegen öffentlicher Behauptungen - grundlegende Aspekte der Barrierefreiheit nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wurden", so Hellinger. Arnd Hellinger

Diskussionsrunde zur Bundestagswahl

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung informiert über eine Diskussionsrunde mit Kandidaten zur Bundestagswahl, die sie gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Eileen Moritz, veranstaltet hat. Diskutiert wurde in möglichst einfacher Sprache, damit alle mitreden konnten. Für diese und weitere Nachrichten in Vorbereitung der Wahlen im September hat kobinet-Bildreporterin Irina Tischer eine Fotomontage gemacht. Wahl 2017

Diese Nachrichten stellt freundlicherweise Kobinet zur Verfügung.
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