Kobinet-News

Vielfalt leben in Gütersloh

"Vielfalt leben", so lautet der Titel der Veranstaltung zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, die am 5. Mai auf dem Kolbeplatz in Gütersloh von 12.30 Uhr - 14.00 Uhr stattfindet. Zuvor startet ein Protestzug ab 11.45 Uhr vom Platz vor dem Rathaus Gütersloh. Darauf hat der Inklusionsbotschafter Jürgen Linnemann hingewiesen, der zusammen mit einem breiten Bündnis von Organisationen zur Teilnahme an der Veranstaltung aufruft. Jürgen Linnemann

InklusionsbotschafterInnen trafen LotsInnen

Die Vernetzung von Aktiven, die sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und Inklusion einsetzen, stand im Mittelpunkt des gemeinsamen Treffens von InklusionsbotschafterInnen und LotsInnen aus dem süddeutschen Raum, das vor kurzem im Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart stattfand. Mit dabei war auch die Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg, Stephanie Aeffner. Bunte Gruppe

Veranstaltung: Bundesteilhabegesetz konkret in Mainz

Das rheinland-pfälzische Bündnis für ein gutes Bundesteilhabegesetz lädt zur Veranstaltung "Bundesteilhabegesetz konkret" am 23. Mai in Mainz ein. Horst Frehe wird am Vormittag über die konkreten Umsetzungsschritte des Bundesteilhabegesetzes sprechen und auch die Landesumsetzung beleuchten. Am Nachmittag findet dann eine Podiumsrunde statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Ottmar Miles-Paul. Horst Frehe

Ausweitung von Zwangsbehandlungen verhindern

"Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung der Selbstbestimmungsrechte von Betreuten", so lautet der Titel eines von der Bundesregierung in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfs. Hinter dem langen Titel verbirgt sich die Gefahr, dass Zwangsmaßnahmen auf die ärztliche Behandlung ausgeweitet werden. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) über die drohenden Gefahren im Rahmen dieses Gesetzesvorhabens. Martin Lindheimer

Noch mal zum Film über Inklusion

Film taugt nicht für Pauschalkritik an Inklusion, meint das Projektteam "Inklusionsbeobachtung und -beratung in Baden-Württemberg" nach einer Voraufführung des Dokumentarfilms Ich.Du.Inklusion, der am 4. Mai in die Kinos kommt: Eine lebendige Dokumentation aus einer lebendigen Klasse in NRW. Viele klagende Erwachsene. Eine tolle Klasse, die viel von Vielfalt und Inklusion verstanden hat. Kinder, die zusammenhalten und zu Freunden geworden sind. Projektteam

Kulturorganisation mit Behinderungen

Man kann nicht nur viel erleben, wenn man eine Reise tut, wie dies das Sprichwort besagt. Man kann auch eine ganze Menge erleben, wenn man für andere, vor allem, wenn sie einen Rollstuhl nutzen, eine Reise und eine Veranstaltung organisiert. Davon kann Manfred Zalfen ein Lied singen, der die Veranstaltungen mit dem Performer und Inklusionsbotschafter Roland Walter in Kassel organisiert hatte. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit dem Kulturmanager. Foto zeigt Roland Walter mit Hut

LIGA Selbstvertretung unterstützt Petition gegen Zwangseinweisungen

Dass AbilityWatch mit der Anfang dieser Woche gestarteten Petition mit mittlerweile knapp 45.000 UnterstützerInnen auf change.org nicht nur ein Thema angepackt hat, dass viele bewegt, sondern damit auch wichtige Forderungen für die Umsetzung des Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention auf die Tagesordnung bringt, darüber waren sich die Mitglieder der LIGA Selbstvertretung bei ihrem Treffen am 26. April in Berlin einig. Daher unterstützt die LIGA auch die Petition und ruft dazu auf, auf breiter Front dafür zu werben. Logo der LIGA Selbstvertretung

Kein Notruf für Gehörlose

Chance verpasst – Gehörlose weiterhin in Gefahr, betitelt heute die behindertenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag eine Pressemitteilung: "Die Bundesregierung hat die Chance vertan, in dieser Legislaturperiode ein barrierefreies Notrufsystem einzuführen, mit dem gehörlose und hörgeschädigte Menschen in Notsituationen Hilfe anfordern können. Die gestern verabschiedete Novelle des Telekommunikationsgesetzes sieht die nötigen Änderungen nicht vor und unser Antrag wurde abgelehnt", so Corinna Rüffer. Corinna Rüffer

Ministerin lobt Integrationsunternehmen

Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler überbrachte dem Integrationsunternehmen BEST in Boppard ihre herzlichen Glückwünsche zum Jubiläum. "Im Laufe von 25 Jahren wuchs das Unternehmen BEST zu einem der größten und erfolgreichsten Inklusionsbetriebe in Rheinland-Pfalz heran und darf im Land beispielgebend als Leuchtturm gelten", betonte die Ministerin. Sabine Bätzing-Lichtenthäler

Noch bis 1. Mai bewerben für's Campaign Boostcamp

"Noch bis 1.Mai bewerben für's Campaign Boostcamp!" Unter diesem Motto weisen die Sozialhelden auf eine spannende Veranstaltung hin. Das Campaign Boostcamp bietet politisch Engagierten Trainings an, um das Handwerkszeug für Kampagnen zu erlernen und Netzwerke zu anderen Aktivist*innen zu knüpfen. Das nächste Campaign Boostcamp findet statt vom 25. bis 30. Juni in der Perspektivfabrik nahe Berlin. Infozeichen

Sozialwahl: Barrierefreie Unterlagen anfordern

Die Sozialwahl 2017 ist barrierefrei - dazu hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) beigetragen. Für blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler wurden Stimmzettelschablonen und CDs produziert, auf denen der Umgang mit der Schablone erläutert wird. Darauf hat der DBSV in seinem Newsletter hingewiesen. Wahlzettel

Es bewegt sich was und macht Spaß

Seit November letzten Jahres macht Birger Höhn aus Dresden als Inklusionsbotschafter in einem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) durchgeführten und von der Aktion Mensch geförderten Projekt mit. Sein Fazit nach einem halben Jahr ist eindeutig: "Es bewegt sich was und macht Spaß". Birger Höhn

Schloss Friedrichsfelde für alle?

Das Schloss Friedrichsfelde im Berliner Tierpark bleibt nach Auskunft des Senats weiterhin nicht barrierefrei. Ab wann es auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich sein wird, sei derzeit nicht absehbar, sagte Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa. Er antwortete auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Thomas Seerig (FDP).  Rokoko-Fest am Schloss Friedrichsfelde 2014

Berliner Protesttag vielfach unterstützt

Die Auftaktrede der Kundgebung zum Berliner Protestag am Brandenburger Tor hält Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Weitere Protagonisten der Behindertenbewegung, wie etwa Raul Krauthausen (Sozialhelden), werden zugegen sein und ihre politischen Forderungen vortragen. Viele Vereine, Institutionen und Verbände unterstützen den Berliner Protesttag. Sie vertreten Millionen von Mitgliedern und betroffene Menschen. Eine Liste der Unterstützer-Vereine und weitere Informationen auf www.protesttag-behinderte.de. Plakat zum Protesttag am 5. Mai

Mehr Barrierefreiheit in der EU angestrebt

Wie der Pressedienst der Europäischen Kommission berichtet, müssen wichtige Produkte und Dienstleistungen wie Telefone, E-Book-Reader, Betriebssysteme und Zahlungsterminals für Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden. Das sehen Entwürfe von EU-Vorschriften vor, die im Binnenmarktausschuss mit 20 Ja-Stimmen bei 17 Stimmenthaltungen angenommen wurden. Logo der Europäischen Kommission

Chemotherapie? Jetzt mit Zwang geplant

Eine unfreiwillige Behandlung soll nun aus den Mauern geschlossener Psychiatrien herausgelöst werden. Künftig soll auch bei jedem freiwilligen Krankenhausaufenthalt eine Zwangsbehandlung möglich sein. Das Bundesjustizministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der aktuell im Rechtsausschuss des Bundestages liegt. Das bisher nur in Psychiatrien praktizierte Vorgehen, gegen den erklärten Willen zu therapieren, wird in besonderem Maße auf körperliche Leiden ausgeweitet. Darauf weist Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hin. Logo des BPE

Erstaunen über vermeintliche unabhängige Beratung

Derzeit überbieten sich traditionelle Träger, die bisher wenig mit der Selbstbestimmung behinderter Menschen, einer ernsthaften Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und noch weniger mit einer unabhängigen Beratung von behinderten Menschen für behinderte Menschen zu tun hatten, darin, sich im Lichte des Bundesteilhabegesetzes zu positionieren. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Britta Schade, die an einem Workshop zur unabhängigen Teilhabeberatung des Paritätischen in Baden-Württemberg teilgenommen hat. Britta Schade

Kellerkinder laden zur Fachtagung zur BRK-Enquete

Zu einer virtuellen Fachtagung über die Idee für eine Enquete-Kommission zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK-Enquete) lädt der Verein Kellerkinder vom 4. bis 06. Mai zu einer virtuellen Fachtagung ein. Dabei soll exemplarisch an der Situation von Menschen mit seelischen Behinderungen und Lernschwierigkeiten die Forderungen bekräftigt werden. Während der Tagung werden aber auch Vertreter*innen anderer Behinderungsgruppen einen behinderungsübergreifenden Ansatz einer BRK-Enquete verdeutlichen. Darauf hat Thomas Künneke die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Infozeichen

Über 30.000 UnterstützerInnen in 24 Stunden

Dass es in der Bevölkerung eine große Solidarität für ein selbstbestimmtes Leben und die Menschenrechte behinderter Menschen gibt, das zeigt die am Montag gestartete Petition von AbilityWatch gegen Zwangseinweisungen behinderter Menschen in Heime. Innerhalb von 24 Stunden zeichneten über 30.000 Menschen die bei change.org eingestellte Petition und setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen gegen PolitikerInnen, die Zwangseinweisungen und die Beschneidung des Selbstbestimmungsrechts behinderter Menschen voran treiben bzw. in Kauf nehmen. Daumen hoch

Film über Inklusion

Niemand sollte den Film "ICH.DU.INKLUSION." zum Anlass nehmen, den Aufbau inklusiver Bildung stoppen, verlangsamen oder komplett in Frage stellen zu wollen. Über eine gemeinsame Erklärung mit dem Regisseur Thomas Binn informiert heute der mittendrin-Verein in Köln. Webbanner des Elternvereins mittendrin e.V.

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